Freitag, 15. Juli 2011

15.07.2011 - Gambia II "Soma": Hippppooooos - Nilpferde im Gambia River

 
Heute sind wir früh aufgestanden, und Al Hadschi war auch pünktlich am Start. Erst waren wir aber noch frühstücken, Kaffee aus der Tüte und ein ranziges Stück Weißbrot mit etwas Butter. Arne hat nur zwei der vier kleinen Teilchen herunterbekommen, ich schaffte drei.
Frühstück
 Dann ging’s los, wir brauchten insgesamt ungefähr vier Stunden für die 130 km nach Georgetown, eine Stadt auf der einzigen Insel im Gambia-River. Fähre war auch Teil der Reise. 
Straßenbaufahrzeug - da drin brennt's!
Lkw verlässt Fähre - Vergrößern lohnt sich (Rechtsklick --> in neuem Tab öffnen)
Tiefsinnige Gespräche auf dem Gambia-River
Immer wieder auf's nächste Verkehrsmittel warten, da können einem schonmal die Äuglein zufallen
Jetzt auf die Insel nach Georgetown
Dort angekommen, hatte Al Hadschi schon einen Kumpel organisiert, der uns mit einem Auto zu einem Hostel fuhr. Von hier aus sollte unser Boottrip zu den Nilpferden starten. Die Preisverhandlungen waren zäh, aber wir einigten uns schließlich doch.

Aus Zeitmangel – wir mussten heute nämlich wieder zurück nach Soma, weil wir sonst mit unserer Planung nicht zurande gekommen wären – sah unser Mittagessen heute so aus:
 
Bald fuhren wir auf dem Gambia-River dahin. Allein das war ein schönes Erlebnis, der Fluss ist erstaunlich sauber und man kann die Natur in vollen Zügen genießen.
Irgendwann rief unser Bootsführer ‚Schaut da! Ein Nilpferd!’. Tatsächlich. Wir fuhren ein bisschen umher und sahen noch mehrere. Normalerweise sieht man nur den Kopf, wenn sie auftauchen, um Luft zu holen. Manchmal springen sie aber auch wie Delphine, nur sieht es – wie man sich leicht vorstellen kann - etwas plumper aus.
Hier unser bestes Bild in starker Vergrößerung.
 
Einmal kam eines der Tiere ein Stückchen auf uns zu. Sofort wurde der Motor auf volle Power gestellt und weggefahren. Nilpferde können nämlich sehr gefährlich werden, wenn man ihnen zu nahe kommt. Die so ruhig anmutenden Riesen verteidigen nämlich ihr Revier – und das mit Nachdruck. Sie sollen sogar gefährlicher als Krokodile sein. Puh…

Wir fuhren wieder zurück und statteten Al Hadschis Family einen Besuch ab. Al Hadschi hat schon zwei Kinder, einen fünfjährigen Sohn und eine zweijährige Tochter. Die Kinder leben in George Town, er selbst arbeitet in Soma. Wir konnten leider nicht lange bleiben, eine tolle Erfahrung war es trotzdem.
Und so schaut's in Georgetown aus.
Immer wieder aßen wir Erdnüsse und Bananen. Das war dann auch alles für heute (außer dem Frühstücksbrot und dem Keks, den wir teilten=)).

Auf dem Rückweg verkrachten wir uns leider mit Al Hadschi. Er ist wohl davon ausgegangen, dass wir ihn auf den ganzen Trip einladen und hatte wenig Verständnis dafür, dass er sich an der Rückfahrt beteiligen sollte. (Wir haben ihn schon auf einiges eingeladen und er nahm es ziemlich selbstverständlich.) Das war aber noch gar nicht das Schlimme.

Er hatte einen Bekannten, der angeblich nur für uns heute noch nach Soma fahren würde, er macht uns einen ganz besonderen Preis, weil Al Hadschi ihm irgendein Sofa oder so überzogen hat. Am Ende war das ein ganz normaler Bus. Wir gehen davon aus, dass sich Al Hadschi am Gewinn beteiligen ließ, ebenso wie rückblickend vielleicht bei der Bootsfahrt. Das hat uns ziemlich enttäuscht. Arne war mehr als angefressen und richtig sauer. Ich fand’s auch echt Scheiße, aber ich habe ihm noch ordentlich Tschüss gesagt. Er ist ja eigentlich ein netter Kerl und ich wollte die schöne Zeit, die wir hatten, nicht so beenden.

Auf dem Rückweg hatten wir außerdem noch eine Panne und wir mussten ein Stück zurück laufen. Das schockt uns aber nicht mehr=) =).

Fabi

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