Mittwoch, 31. August 2011

31.08.2011 – Zum Ngorongoro National Park: Reisen mit Maasai

Heute sind wir aus unserem geliebten Buffalo-Hotel ausgecheckt um uns zum Ngorongoro Krater auf zu machen. 
Unser Zimmer =)
Unser erstes Ziel war Arusha, eine ziemlich touristische größere Stadt auf halbem Weg. Im Bus hat uns vor der Abfahrt gleich ein angeblicher Geldeinsammler über den Tisch ziehen wollen. Wir wollten kein Geld für Gepäck zahlen, weil das hier gar nicht üblich ist und plötzlich hatte er sich es anders überlegt und wir sahen ihn nie wieder.

Nach längerer Fahrt erreichten wir Arusha. 
Ich musste erstmal eine Banks suchen um unsere Ersparnisse aufzufüllen und auf dem Weg konnte man allerhand tolle Dinge sehen. Da war zum Beispiel in einer Straße ein Markt der nur aus Pferdekarren ähnlichen Wagen bestand die kreuz und quer auf der Straße standen und jder verkaufte aus dem Haufen auf seinem Wagen. Auf dem Rückweg bin ich noch durch eine Einkaufshalle und hab in einem kleinen Laden tatsächlich Nutella aufgestöbert – Jippeee =)

Wieder zurück haben wir endfesche Sonnenbrillen ausgesucht und hinterher bemerkt, dass wir genau die gleiche gekauft hatten. ^^ 
Die Sonnenbrillenverkaeufer
Mir steht sie nur ein kleinwenig besser 0:) *Kleiner Scherz*

Beim Essen danach wurden wir schwer enttäuscht. Bestellt niemals „Local Chicken“ in Afrika (schon öfter schlechte Erfahrungen gemacht). Was zunächst klingt wie ein Unterstützen der örtlichen Community und das Verhindern von Treibhausgasen, entpuppt sich schnell als Hühnchen, dass höchstwahrscheinlich den Hungertod gestorben ist bevor es auf den Teller kam. So wenig Fleisch an so viel Knochen gibt es echt selten.
Local Chicken - Das ist nicht nach dem Essen sondern vorher
Dann gings weiter zum Dalla-Dalla Richtung Karatu. 
Der Supermarkt heisst "MZUNGU" (Weisser)
Karatu ist die nächst größere Stadt in der Nähe des Kraters. Die Landschaft auf dem Weg ist wirklich sehr schön, teilweise atemberaubend. Manchmal fährt man in Serpentinen Hänge nach oben und man kann über das ganz Land darunter sehen. Über Felsvorsprünge und Klippen bewachsen von Affenbrotbäumen (das sind die mit dem ganz dicken Stamm) und braunen Sträuchern hinweg, auf die weite bewaldete Ebene die am Horizont in kleine glitzernde Seen und letztendlich in sandige Wüste übergeht.
Auf dem Weg sind öfter erstaunliche Gäste zugestiegen. Die großen hageren Maasai, die hier wohnen, mit ihren Holzstäben, ihrem Schmuck und ihren traditionellen Klamotten. Bei diesem Stamm wird sehr viel Ohrschmuck getragen und es gilt als schön wenn man das Ohrloch dabei möglichst stark weitet, sodass der untere Teil des Ohrläppchens weit nach unten hängt. Um das zu erreichen tragen sie, neben dem gewöhnlichen Schmuck, oft kleine aber recht schwere Ohrringe. Eine Frau hatte sogar ihre schwere Halskette auf einer Seite in ihrem Ohrloch eingehängt.
Und wie ich schon in einem von Fabis Afrika-Büchern gelesen hatte, trifft auch hier wieder Tradition auf Modernes. Die Füße steckten oft in selbstgebauten Sandalen die aus alten Autoreifen und etwas Gummiband gemacht waren, der leichtere Schmuck und die Gürtel bestanden aus aufgereihten kleinen Plastikperlen und mindestens einer hatte ein Handy unter seiner Hirtenkleidung. Wir haben versucht uns ein bisschen auf Swaheli zu unterhalten, aber wir haben nicht viel rausgekriegt =)

Kurz vor dem Ziel ist irgendeinem auf der Rückbank noch schlecht geworden und er hat sich und die halbe Sitzbank mit seinem Mageninhalt beglückt.
...ja, das musste sein. =)
Als wir in Karatu ausgestiegen sind haben wir festgestellt, dass er auch Fabis Rucksack, der im Kofferraum unter der Sitzbank lag, mit vollgekotzt hat. =)
Unser Hostel:
So ein Zufall: Schon wieder Buffalo
Am Abend haben wir nach vergeblicher Suche nach einer Touristeninfo (auch die Mädels konnten uns nicht helfen) noch nett im Ort gegessen und einen netten Kellner kennen gelernt  (Babu).
Ein anstrengender Reisetag. Morgen geht’s zum Krater :)

Dienstag, 30. August 2011

30.08.2011 – Moshi: Fast Kilimanjaro

In Moshi wollten wir nur eines: Den Kilimanjaro sehen.
Den Gipfel zu erklimmen haben wir uns gar nicht erst vorgenommen. Das kostet mit sämtlichen Gebühren und Ausrüstung mindestens 1000 US$, dauert 5 – 9 Tage und anstrengend ist es außerdem. Auf Sansibar wurde uns aber erzählt, dass man in der Gegend auch ein bisschen wandern kann, Chamäleons sehen und, wenn man Glück hat, auch den Gipfel. 
Ein rieseger Aschenbecher in der Größe eines Tellers
Innenhof vom Hoteldach aus fotografiert
Tuk-Tuk
In der früh haben wir uns bei einem Tour-Anbieter erkundigt. 
Vergilbte aber eindrucksvolle Bilder an der Wand
Landkarte Kilimanjaro
Wir sind daraufhin mit einem Dalla-Dalla (Kleinbus) zu dem empfohlenen Ort gefahren und wollten losziehen. Ein junger Kerl wollte uns herumführen und nach längeren Preisverhandlungen (er ist uns ungefähr ne viertel Stunde lang nachgelaufen) haben wir uns für ihn entschieden. Wir haben zwei hübsche Wasserfälle, Kaffee, Zitronengras, Bohnen, Bananen, Brombeeren, Guave und vielleicht noch mehr gesehen. Und die Gegend ist dermaßen idyllisch – unglaublich und mit Coolheit versehen.
Arne beim Verhandeln


=) Rechts hinter uns ganz klar erkennbar: Der mächtige Kili =)
Unser Ziel war das Tor, an dem die Wanderungen zum Gipfel starten. Dort haben wir gegessen und uns ein bisschen umgeschaut. 
Tor...
...und nochmal in groß
Hier starten und enden die Touren
Diese Herrschaften kommen gerade gut gelaunt aus fast 6000 Metern Höhe zurück. Sie waren 6 Tage unterwegs. Respekt!
Einer Frau wurden gerade die Haare an den Kopf geflochten, eine sehr beliebte Art von Frisur hierzulande. Schaut bei vielen auch super aus. Dafür nehme man das Haar, das auf dem Kopf schon vorhanden ist (sehr krausig) und die etwa vierfache Menge Kunsthaar und beginne zu flechten. Weitere Zutat: Zeit. Zutaten kombinieren: Fertig.

Zurück sind wir mit dem Auto gefahren, das ging recht flott. (9 Leute in einem normalen PKW, 2 davon außen sitzend auf dem Kofferraumdeckel)

Tja, vom Gipfel des Berges oder auch von der Mitte haben wir nichts und wieder nichts gesehen, es war zu bewölkt. Die Wanderung war trotzdem toll.

Später haben wir noch eine Runde Internet eingelegt und waren beim Italo-Inder essen (wie gestern). Chili-Chicken, das schmeckte wie Schweinefleisch süß-sauer, und Spaghetti Carbonara. Hmmmm, fein…

Fabi