Mittwoch, 13. Juli 2011

13.07.2011 – Touba II und seine beeindruckende Moschee

Heute sind wir nach Touba gefahren. In dieser Stadt wurde eine Abspaltung oder Untergruppe des Islam gegründet, der sehr viele Senegalesen angehören. Es gibt eine große Mosche, eine der größten in ganz Afrika und in der Stadt gilt nicht das senegalesische Recht, sondern das der Religion. Eine Besonderheit: Jeglicher Konsum von Drogen ist verboten. Dazu gehören auch Alkohol und Zigaretten. Konsequenterweise werden diese Produkte auch in keinem einzigen Geschäft in der Stadt angeboten. Wir setzten uns also mit einer Zigarre und einer Flasche Rotwein in die Moschee=) Natürlich nicht…

Auf dem Weg kamen wir zuerst an einer kleinen Moschee und diesem Esel vorbei.
Wir besichtigten erstmal die Moschee. Ich lasse einfach mal Bilder sprechen - wow.
 
Das Grabmal von einem der Söhne des Religionsgründers
Grabmal von innen
Im Grabmal eines anderen Sohnes (er hatte viele Kinder)
Das Innere der Moschee
Eine angenehm kühle Säulenhalle auf dem Moscheen-Grundstück, die zum Ausruhen genutzt werden kann
Ein „frommer“ Moslem, der uns seine „Religion näherbringen“ wollte, führte uns rum. Aus Respekt vor der Religion (weil wir nicht wussten, ob man dort alleine rumlaufen kann) ließen wir uns begleiten. Moscheen zu besichtigen ist meiner Erfahrung nach - zumindest in Istanbul - ohne Weiteres möglich, aber wer weiß, wie das hier ist. Wir sollten geben, wie es uns beliebt. Wir gaben, wie es uns beliebte, was ihm natürlich zu wenig war.

Danach haben wir einen Mann getroffen, der es wirklich erst meinte mit seiner Religion. Er wollte kein Geld und führte uns zum Haus seines Marabus, seines religiösen Vaters, wo wir etwas zu essen bekommen sollten. Es war leider schon ein bisschen zu spät. Deshalb fuhr er mit uns in ein Restaurant. Da haben wir ihn dann eingeladen und zwar ganz freiwillig=)
Danach sind wir wieder nach Mbacké gefahren, die Stadt, in der unser Hostel war (Hotels gibt es in Touba auch keine). Der Mann fuhr mit. Er war nämlich Raucher und verließ die Stadt mehrmals täglich, um eine zu rauchen. Fast schon amüsant, aber konsequent.

Am Abend wollten wir uns noch mal mit Moudu treffen. Es wurde jedoch zu spät, weil wir ewig auf unser Essen im Hostel warten mussten und auch noch die Moschee bei Nacht sehen wollten.

Als wir wieder in Touba waren (die Städte liegen 5 Min. voneinander entfernt), stellte sich die Beleuchtung der Moschee weniger spektakulär dar, als wir es erwartet hatten. Der falsche Tag. Morgen wäre besser… Naja, wert war’s das allemal. Es ist immer noch ein toller Anblick, vor allem im Mondschein.
Heim gefahren sind wir auf einem Pickup, auf dem eine Art großer Käfig montiert war. 14 oder auch mehr Menschen finden in dem Gefährt „Platz“. Es ist das ganz normale Verkehrsmittel hier, mit dem man einfach mal gefahren sein muss=) Und so schaun die aus.
Voll gibt's nicht, auf dem Dach ist schließlich noch Platz (haben wir auch gesehen)
Fabi

PS: Auch Teil unseres Tages:

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