Heute morgen hab ich telefoniert, mit Etiopian Airlines. Unser Flug nach Lusaka, Sambia, geht nämlich über Äthiopien und wir wollten schauen ob wir dabei ein paar Tage Äthiopien rausschlagen können indem wir den zweiten Flug entsprechend nach hinten verschieben. Bisher sieht’s gut aus =)
Dann ein Frühstück und auf in Richtung unseres neuen Ziels. Heute noch wollten wir Gambia erreichen, das kleine Land am Gambia River das vollständig vom Senegal eingeschlossen ist.
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| Gambia |
Unser 7 Place Taxi von Touba aus...
...brachte uns zunächst nach Kaulack, etwas weiter südlich im Senegal und ein weiteres von dort über die Grenze nach Gambia. Der sogenannte Trans-Gambian-Highway, den wir dafür nutzten, hatte eher den Flair eines Feldweges.
| Ich in Touba =) |
| Unser Gefaehrt |
| Es gibt hier noch viele Doerfer die so aussehen. Manchmal fuehlt man sich wie auf einer Fahrt durch die Vergangenheit. |
| Der Grenzposten von Gambia |
In Gambia, hier spricht man jetzt Englisch, muss man dann den Fluss „Gambia“ überqueren. Möglich wird das durch zwei große Fähren die uuunglaublich langsam sind.
| Der Gambia River |
| Autoschlangen und Strassenhaendler zu beiden Seiten des Flusses |
| Lebende Ziegen - mit einem Netz aufs Dach gebunden. |
Während der Wartezeit zeigte der Mann uns auch wie die religiösen Waschungen im Islam funktionieren und wie man das Gebet (5x am Tag) an die jeweilige Lebenssituation anpassen kann. Das ist wohl ganz flexibel. Vom Gebet mit Teppich und mehrmals aufstehen und niederknien, bis „nur im Kopf beten“ wenn z.B. jemand hinter dir her ist =)
| Dann gings an Bord |
| Geht's doch voran in Afrika ? |
Die andere Seite erreicht...
| Mangroven am Flussufer |
...setzte man uns in Soma ab.
Wir sind also jetzt wirklich in Gambia. Ein breite rote staubige Straße, spielende Kinder, runde Hütten mit Strohdach. Der Grenzbeamte sagt uns wir sollen Richtung „Stadtmitte“ laufen, da finden wir eine Unterkunft. Soma hat etwa 10.000 Einwohner.
Am Straßenrand sehen wir einen Kerl auf einem Sofa sitzen, rum um ihr herum ein paar Sessel. Das ist Al Hadschi. Wir fragen nach einem Hotel und er bietet uns an in seiner „Brotherhood“ zu übernachten. Das Zimmer ist düster, kein Licht, kein Wasser und kein Vorhängeschloss. Al Hadschi war uns jedoch sympathisch. Ein Kerl mit Dreadlocks, einem tiefhängenden Shirt in Afrikafarben (rot, gelb, grün) und einem klapprigen Fahrrad.
Er zeigte uns eine andere Unterkunft und danach wollten wir uns mit ihm treffen.
Ein anstrengender Tag. 10 Stunden auf der provisorischen Rückbank eines Kombis…zu dritt. Dazu fiese Hitze.
Nach einer Dusche gingen wir zum Abendessen. An der Hauptstrasse fanden wir ein nettes Lokal, dass uns Hühnchen auf einer kleinen Terrasse an der Straße servierte.
Beim Essen stand hinter Fabi eine Weile lang ein Typ an einer Säule der uns, wie das hier sehr häufig passiert, um Geld angebettelt hatte.
Ich dachte nie, dass mir so was jemals passiert aber in einem kurzen Moment kam er angesprungen, schnappte sich einen Hühnerschlegel von Fabis Teller und rannte davon. Er stahl Essen.
Wir waren erstmal ziemlich schockiert. Viel dreister geht es ja kaum. Aber muß dieser Kerl nicht ziemlich Hunger gehabt haben um so etwas zu riskieren?
Nachdem wir das verdaut hatten gingen wir also zu Al Hadschi. Er wollte, dass wir am nächsten Tag noch mit flussaufwärts nach Georgetown kommen, wo seine Familie wohnt. Außerdem soll man da Nilpferde sehen können. Nach kurzer Bedenkzeit beschlossen wir unsere ursprünglichen Pläne umzuwerfen und mitzugehen. Cool =)

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