Donnerstag, 31. März 2011

29./30.03.2011 - Mitad del Mundo

Heute gings mit dem Bus wieder zurück nach Quito. Waren schneller dort als erwartet (in nur 1 h und 20 min), wo wir doch gerade erst eingedöst waren.

Und in Quito kennen wir uns ja schon ein bisschen aus :) Sind auch wie beim letzten Mal in das japanische Hostel in der Neustadt.

Ansonsten sind wir heute noch durch die halbe Stadt gelaufen und haben uns bis zu einem kleinen Markt durchgefragt, bei dem hauptsächlich Souvenirs verkauft wurden. Das war schön! Abends sind wir dann noch zu einem schicken Italiener, bei dem es die besten Penne Quattro Formagi gab. Leider war die Tiramisu aus, armer Arne…


30.03.2011

Schon viel durch Quito gelaufen, schon viel mit dem Taxi rumgefahren...heute wollten wir das Bussystem mal ausprobieren :) Und zwar stand heute „Mitad del Mundo“ auf unserem Plan, die Mitte der Welt. An der Stelle, wo (angeblich) der Äquator verläuft, gibt es nämlich eine Statue und man kann mit einem Bein auf der Nordhalbkugel und mit dem anderen auf der Südhalbkugel stehn! Das ist doch cool :)

Nur zu doof, dass die Europäer, die damals den Äquator bestimmt haben, ein paar Hundert Meter vom eigentlichen Äquator entfernt waren. Hehe.. Der richtige wurde nämlich schon 1000 Jahre zuvor in den Bergen von den Inkas markiert...wie peinlich! Naja,.. aber jetzt steht die Statue eben da =)

Sind auch gleich mal auf das Türmchen rauf…

Dann gings weiter zu einer großen Shopping-Mall..

Klitzekleiner Stop bei Victoria's Secret :)

Durch Zufall haben wir das super leckere Restaurant „Crepes and Waffles“ wiederentdeckt, in dem wir schon in Panama gegessen hatten. Yamyam…hier gibt’s nicht nur leckeren Rucolasalat, sondern auch heiße Schoki mit Marshmallows und Café Wien.


Nach mehrmaligem Nachfragen und mehrmaligem Umsteigen sind wir dann mit dem Bus auch wieder in der Nähe unseres Hostels angekommen. Ich glaub jetzt haben wir das System überrissen ;)

Mittwoch, 30. März 2011

28.03.2011 – Cotopaxi

Heute stand unsere Tour zum Eisvulkan Cotopaxi an. Pünktlich morgens um 8 sollten wir uns mit unserem Guide treffen.
Ausgestattet mit dicken Handschuhen und viel zu großen Jacken gings also los zum Nationalpark. Das ist unser Abenteuergefährt =)
Auf dem Weg immer weiter nach oben legten wir ein paar Stops ein zum aklimatisieren. Bei schnellem Anstieg kann man sonst wegen der dünnen Luft Probleme mit der Höhenkrankheit kriegen. 
Auf dem Weg nach oben legten wir auch einen Stop bei einem kleinen Museum ein und haben einen Coca-Tee getrunken =)
Auch eine kleine Lagune gab es später. 

Viele holperige Höhenmeter später hörte die Straße auf und es ging ans Wandern.
Nun wars echt saukalt und megawindig. Wir haben uns in alles eingepackt was wir hatten und sind losgezogen.
Langsam gehen sollten wir…das fiel nicht so schwer. Erstens war man leichter erschöpft wegen der dünneren Luft und außerdem gings ziemlich steil nach oben auf der lockeren Vulkanasche.
Ist schon toll wie es hier aussieht, ein bisschen wie auf einem anderen Stern. Seltsam geformte Steine in verschiedenen Farben, ganz zerklüftet, dazwischen Nebel und weiter oben der Berggipfel im Schnee.
Unser Guide
...ganz schön steil
Etwa eineinhalb Stunden und viele Verschnaufpausen später hatten wir es endlich geschafft. Wir waren im Schnee und an unserer Zielhütte (4800 m). Ich bin ganz schön stolz, besonders auf die Sibi die toll die Zähne zusammengebissen hat und bis zum Ende durchgehalten hat, trotz Kälte und Nieselregen am Schluss.
Jetzt erstmal aufwärmen! Mit leckerer Suppe und nicht so leckerer in Wasser gerührter heißer Schokolade haben wir uns wieder aufgepäppelt. Ein Japaner war auch mit oben und hat die Fotos von uns gemacht ^^
Lecker heiße Suppe

Dann gings nach der Pause auch schon wieder runter. Das ging schneller :)
Auf der Rückfahrt haben wir ganz fest geschlafen.


In Latacunga dann gleich noch ein Abenteuer – Ein Friseurbesuch (auf Spanisch) =)

Ist aber gar nicht so schlecht geworden und hat faszinierende 3 (nur drei!!) Euro gekostet ^^
Die Sib die in der Zwischenzeit shoppen war kam gleich mit vollen Tüten. Danach noch eine gemütliche Filmsession mit 2 großen Bier und dann hatten wir uns den Schlaf redlich verdient. 

Montag, 28. März 2011

26./27.03.2011 – Latacunga

Haben noch ein letztes Mal das leckere Frühstück im Dachcafé des Hostels genossen (selbstgebackenes Brot und Muffin, zu viele Früchte mit Müsli und Yoghurt)..
und sind dann zur Bushaltestelle aufgebrochen.
Was hier auf der Straße so alles gebraten wird?
Kein Plan, was das überhaupt für ein Tier ist…(Meerschweinchen??)
Mit dem Bus ging es dann weiter nach Latacunga, einer Stadt in der Nähe des Eisvulkans Cotopaxi und der Lagune Quilotoa, klingt schon mal vielversprechend :)

Am Nachmittag haben wir dann noch etwas Latacunga erkundet,...
..geshoppt und ecuadorianisch gegessen. Chugchucara: Das sind gebratene Schweinefleischstückchen (fritada), Popcorn, Kartoffeln, etwas Maisähnliches und beim Rest: Keeeeine Ahnung :)
Haben uns auch mit Pizza und Bier für unsere Pyjamaparty eingedeckt, dazu ein Filmchen von Kino.to =)

27.03.2011
Früh aufgestanden, aber trotzdem erst 3 h später weggekommen. Irgendwas machen wir falsch… Aber im Hotel nebenan gibt’s lecker Frühstück.
Dann gings mit dem Bus ins Nachbarörtchen Pujilí. Dort ist nämlich gerade Markt und zwar ein richtiger großer! Hier wurde so ziemlich alles verkauft: Obst, Gemüse, Kleidung, Gewürze, Fleisch, einfach alles.
 
Allerdings war es nicht so schön, dass unter der Fleischtheke noch der ganze Kuhkopf lag :( Echt eklig. Und wir waren so ziemlich die einzigen Touris in Pujilí!
Das nächste Ziel war dann die Lagune Quilotoa. Sind mit dem Bus weiter nach Zumbahua gefahren, was mitten in den Anden liegt. Auf der Fahrt dorthin gab’s schon einiges zu sehn. Hatten ne super Sicht auf die Felder, Kuhweiden, wenige einzelne Häuschen und dazwischen winzigkleine Menschen (alle mit Zopf und Hut).
In Zumbahua hat uns dann ein Pickup zur Lagune mitgenommen. Das geht hier so :) Gibt nämlich keinen Bus, ach ja,.. Sitzplätze übrigens auch nicht! Mussten die 12km auf der Ladefläche stehn.
Hier ein Video von der Fahrt =)
Das war ein Abenteuer und die Einheimischen machen es nicht anders.
Und die Lagune war echt schöööön!
Nur kalt ist es hier oben. Haben uns dann erstmal in einem Restaurant aufgewärmt und gegessen (Arne meint, dass es Schaf war, ich bin vorsichtigerweise mal bei den Kartoffeln geblieben :) ).
Dann gings wieder nach Latacunga zurück.
Abends sind wir dann noch zum Italiener, lecker Pasta und Salat!

Sonntag, 27. März 2011

25.03.2011 – Baños

Aufgewacht in unserem zweiklassigen Hotel „Nürnberg“, dass wir mitten in der Nacht zwischen Hehlern und Transvestiten in der Nähe des Stadtparks von Ambato „ausgesucht“ hatten, wurde erstmal gründlich geduscht. Vor der Tür hatte die Markthalle eröffnet und auf dem Parkplatz verkaufte ein Händler von seinem Pickup aus Einzelteile seiner Schweine die er auf einem Hackblock live kundengerecht in Form brachte.
Während ich in der Dusche war klingelte es an der Tür und 2 Polizisten standen davor: Einwanderungsbehörde. Ob wir denn auch unsere Pässe da hätten?
Zum Beweis ein Foto, dass wir auch wirklich die sind die in den Papieren abgebildet sind.
Jetzt hat die ecuadorianische Einwanderungsbehörde ein Bild von mir nur mit einem Handtuch bekleidet…

Frisch gestärkt mit 2 Flaschen Wasser und Oreo-Keksen an einem Stand gegenüber des Hotels, fuhren wir mit dem Bus 1 Stunde weiter nach Baños.
Aus den Erzählungen ein hübsches Städtchen in Mitten der Berge mit vielen Wasserfällen und heißen Quellen.

Gut auf den ersten Blick war es dann keine totale Schönheit, aber welche Stadt sieht schon von ihrem Busbahnhof aus schön aus?

Einquartiert in unserem Hostel Plantas y Blanco („Pflanzen und Weiß“)...
Das Dach-Café in unserem Hostel
...brauchten wir erstmal einen Plan für den Nachmittag.

Das war der Plan:
Damit sind wir sofort zu den Wasserfällen kutschiert. Laut geröhrt hat es und lustig geleuchtet wenn man durch den Tunnel fährt. Und eine laute Hupe hatten wir auch =)
Einige Kilometer von Baños entfernt haben wir dann eine kleine Seilbahn gefunden die uns über die Schlucht bringen konnte die das Tal in 2 Hälften teilt. Voll wackelig ^^
Nach einer kleinen Wanderung setzte allerdings Regen ein, den wir erst nach der Rückfahrt mit der Seilbahn wieder abschütteln konnten. Unser Töff-Töff wieder eingesammelt und getrocknet gings zurück nach Baños. Mann wie das spritzt mit den nassen Off-Road-Reifen ^^
Zurück in Baños wanderten wir nach einem leckeren Lasagne und Nudel-Schmaus hoch zur “Virgen” (die Jungfrau, eine Statue an einem Aussichtspunkt über der Stadt)
Das ist die Jungfrau, gaaaanz oben auf dem Berg
…naja Siba ist eher "gekrochen".


Hier eine kleine Foto-Doku:
 
(Sib: die Treppen wollten auch einfach nicht mehr aufhören und ich hab mich ganz doll wacker geschlagen!!!)

Ja da hat sie recht, deshalb auch hier das Siegerfoto:
Tolle Sicht auf den Vulkan Tungurahua...ja der heißt echt so
 Wieder unten mussten wir die örtlichen Thermen ausprobieren. Wow sind die heiß! Und schlammig! Aber wenn man sich zwischendrin mit dem kalten Wasser vom Wasserfall abgeduscht hat, war es ein bisschen wie Sauna =)
Suuuper!
Als letztes noch lecker beim Schweizer essen (ja richtig, hier gibt es ein Schweizer Restaurant :) ) Alles mit Kuhflecken und Holzbänkchen und so. Dazu Spagetti mit Gruyere und cremige Tomatensuppe. Yummy!