Dienstag, 27. September 2011

27.09.2011 – Hallo Deutschland

Eine spannende, sehr lehrreiche und oft unglaubliche Reise geht zu Ende. Heute fliegen wir zurück nach Deutschland. Wie ich mich fühle? Super. Ich habe in kurzer Zeit wahnsinnig viel gesehen, jeden Tag komplett andere Dinge erlebt, die Zeit kommt mir vor wie drei Jahre. Man sagt ja immer, dass einem die Zeit länger vorkommt, wenn’s langweilig ist. Das ist sicher richtig, aber am längsten kommt sie mir vor, wenn ich ständig an einem anderen Ort bin und am besten noch jeden Tag vier verschiedene Tagesabschnitte habe. Also: Wer reist, lebt länger=)

Ja, die Sicherheit. Uns ist in den sechs Monaten nichts, außer ein Stück Huhn vom Teller, gestohlen worden. Wir wurden nie bedroht und nie ausgeraubt. Das kann natürlich immer passieren. Dann sollte man einfach alles hergeben und vielleicht noch fragen, ob man den Pass behalten kann. Die meisten wollen nur Bares, haben wir gehört. Ja, und wenn man sich an einige Regeln hält und mit gesundem Menschenverstand durch die Gegend läuft, dann kann man das Risiko stark verringern. Auch mit Krankheiten hatten wir keine Probleme. Der Verkehr: Das ist mit Sicherheit das Gefährlichste.

Jetzt finde ich es aber auch wieder gut nach Hause zurückzukehren. Die ständige Umzieherei und Rumfahrerei ist anstrengend, man kommt nie richtig an und lebt immer aus dem Koffer (Rucksack=)). Das ist zwar Freiheit, aber nach sechs Monaten vermisse ich einen festen Platz, an dem ich bleiben kann. Dann vermisse ich meine Familie und meine Freunde. Und kulinarisch vermisse ich auch so einiges. Da werde ich die nächsten Wochen ziemlich zuschlagen.

Eines weiß ich sicher: Das wird nicht meine letzte Reise sein. Mit dem Rucksack durch die Welt, ist für mich so ziemlich das Spannendste, was es gibt - einfach nur geil! Das war genau das, was ich machen wollte und ich bin sehr sehr froh, dass ich und der Arne(!) diese Entscheidung getroffen und vor allem umgesetzt haben. Das nächste Mal werde ich aber wahrscheinlich nicht mehr sechs, sondern eher 2 oder 3 Monate unterwegs sein.

Der Blog war viel Arbeit - zwei bis drei Stunden pro Eintrag würd’ ich sagen und oft auch Überwindung. Umso mehr freuen wir uns über alle, die den Blog gelesen haben und in Gedanken dabei waren und Anteil genommen haben. Das ist bei diesen Datenmengen nicht selbstverständlich und wir fühlen uns schon geehrt. Klingt schleimig, ist aber so=) Ich kann niemals die ganze Reise in ihren Einzelheiten erzählen, da bräuchte ich Tage, wenn nicht Wochen, und die Hälfte hätte ich schon lang vergessen. Ihr wisst Bescheid über einen wichtigen Lebensabschnitt von uns. Denn so eine Reise prägt einen ungemein, mehr als man auf Anhieb merkt. Erst wenn man mit anderen Leuten spricht oder sich aktiv Gedanken macht, fällt das eine oder andere auf. Beispiel: Mein Bild von Afrika hat sich stark gewandelt.

So, jetzt mach ich Schluss. Viele liebe Grüße an alle und hoffentlich schon bis ganz ganz bald.
Fabi & Arne =)

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