Die besten Chancen , wilde Tiere zu sehen, hat man in der Früh. Deshalb begannen wir unsere Safari schon um 06:00 Uhr. Außerdem ist es einfach toll, wenn man den Sonnenaufgang miterleben kann.
Das bedeutete Aufstehen um 5. Das Frühstück wurde tatsächlich punktgenau gebracht. So hatten wir es bestellt. Es gab Ei und Toast und eine ganze Thermoskanne Tee. Sogar an Besteck hatte der gute Mann gedacht, der alles zusammen mit einem jungen Mädl vorbeibrachte. Das Geschirr konnten wir einfach später abgeben, bei ihm oder beim Hostelpersonal.
Unser Fahrer und Führer war auch pünktlich. Er sagte uns noch, wie das mit dem Parkeintritt läuft, aber das haben wir nicht so ganz verstanden. Man zahlt irgendwie später und zwar über ihn. Die Begründung war, dass der Park erst um 06:30 Uhr aufmacht und wir irgendwie schon früher rein könnten und so.
Gewünscht haben wir uns am Anfang der Fahrt, einen männlichen Löwen, einen Geparden, einen Vogel Strauß und ein Nashorn zu sehen. Im ganzen Park gibt es nur etwa 35 Nashörner, das können wir also quasi vergessen und Leoparden sind auch sehr selten. Der letzte wurde vor über einer Woche gesehen.
Es fing gleich interessant an. Wir sahen einen Elefanten, der allerdings weit weg war und im Dunkeln stand.
Wir fuhren ein Stückchen und um die Ecke, als auf einmal dieses Prachtexemplar vor uns lag.
Ständig laufen Gnus und Gazellen rum.
Die haben wir nur nicht alle fotografiert, weil der Akku meiner Kamera nicht so lange hält und wir ja noch den ganzen Tag vor uns hatten. Nur das Wichtigste knipsen, so die Devise. Dann wie bestellt ein prächtiger Vogel Strauß.
Oh, ein Löwenpärchen. Löwen haben mehrere Hundert Male am Tag Sex. Klingt genial, aber dafür dauert's immer nur ein paar Sekunden. Man kann also warten bis es wieder so weit ist…
Der Löwe brüllte und war schon beim Absteigen bis der Arne das Foto machte.
Immer wenn ein einigermaßen seltenes Tier von einem der Fahrzeuge gefunden wird, werden alle anderen per Funk benachrichtigt. Da stehen dann an die 20 Jeeps um so ein Tier rum. Das ist dann schon Zoo und ein bisschen pervers:

Hier ist eine schwangere Leopardin das Opfer. Ein tolles Tier natürlich trotz der Jeeps.
| Alles Büffel...! |
| Immer wieder Löwen, davon gibt's einige. |
Als nächstes wurde ein Gepard gesichtet. Yeaaahh. Was für ein Tier.

| Die Leute mit ihren Mega-Objektiven. Schauen fast aus wie Kanonen. |
Als wir unter einem Baum eine Pause einlegen wollten, rief der Fahrer: „Die haben ein Nashorn gefunden!“ Ich hörte sofort auf Tomaten und Zwiebeln zu schneiden, wir sprangen aus dem Auto und schoben an (Batterie leer), und innerhalb von Sekunden waren wir unterwegs. Zur Erinnerung: Es gibt 35 Exemplare. Der Fahrer heizte, was das Zeug hielt und bald waren wir beim Nashorn. So ein Glück! Voll krass.
Das war was: Die Pause haben wir uns verdient:
Jetzt haben wir jedes Tier gesehen, das wir uns nur vorstellen konnten, alle Wünsche wurden auf grandiose Weise erfüllt und Löwen haben wir sogar einige gesehen. Auch wenn die Landschaft in diesem Nationalpark nicht die aufregendste ist, von der Tierdichte und -vielfalt her ist er auf alle Fälle wärmstens zu empfehlen. Und ein bisschen Glück gehört natürlich auch dazu.
| Gut improvisiert. |
Auf dem Rückweg erhielten wir ein Ticket vom Vortag! Für je 80 $. Wir konnten die Angelegenheit jedoch mit dem Fahrer klären.
In einer nahegelegenen Lodge sind wir ein leckeres Feierabendbier trinken gegangen, gespeist haben wir da, wo wir gestern mit den Maasai waren. Und dann in die Falle. Unser Bus zurück nach Narok fährt um 03:00 Uhr! Sowas von krank. Wie der ganze Tag – einfach nur unglaublich!
Fabi
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