Freitag, 9. September 2011

09.09.2011 – Gisenyi I: „Schickt euch, in zwei Minuten fährt der Bus!“

Die heutige Tagesaufgabe war es vom äußersten Süden Ruandas in den weiten Westen zu kommen. Klingt krass, dauert aber nicht lange.

Wir fuhren über Kigali, da dorthin die Straßen und die Anbindung wirklich gut sind.
 
 

 
Der Anschlussbus fährt in anderthalb Stunden, also um 13:30 Uhr. Wir legten eine kurze Internet-Session ein und aßen zu Mittag. Es gab ein recht leckeres Buffet zu einem Spotpreis. Wir aßen noch, da kam einer von der Busgesellschaft zur Tür reingestürzt: „Der Bus fährt in 2 Minuten (also 10 Min. früher). Schickt euch!“ Wir baten um weniger Hektik, beeilten uns aber trotzdem. Der junge Mann schnappte sich Arnes Rucksack und tigerte los zum Bus. Alle Passagiere saßen bereits auf ihren Plätzen. Wir stiegen ein und es ging sofort los. Afrika!?! Du überraschst mich jeden Tag auf’s Neue.
 
 
Am späten Nachmittag kamen wir in einem ranzigen Teil von Gisenyi an. (Der Eindruck wurde sicherlich vom Regenwetter und riesigen Dreckspfützen verstärkt.) Wir quartierten uns in einem katholischen Guesthouse ein.

Kaum hatten wir unser Zimmer, hatte Arne schon eine Verabredung am Start: David (Dave) Bluhm aus den Vereinigten Staaten von Amerika. Wir gingen an den nahegelegenen Kivu-See (wieder einmal ein sehr großer See) und genossen Gerstensaft am Sandstrand.
Fussballplatz nebenan

Es war bald Abend und wir hatten tierisch Hunger. Wir gingen in ein Restaurant, bestellten und es war Stromausfall. Hm… doch kein Essen. Aber wir könnten zum Nachbarn gehen, die hätten einen Generator und seien billiger, so die Bedienung. Na gut, dann eben so. Es dauerte also noch länger, aber schlussendlich waren unsere Mägen ausreichend mit leckeren Spaghetti Carbonara (in meinem Fall) gefüllt. 
Dave
Wir nahmen ein Taxi zurück und gingen bald ins Bett, da ja auch bei uns Stromausfall war. Da sieht man immer, wie man von diesem Strom abhängig ist. Computer, Fön, Lesen kann man alles vergessen…

Fabi

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