…ging gar nicht nach Dodoma (das ist die Hauptstadt von Tansania), sondern endete frühzeitig. =)
Zeitig waren wir aufgestanden um unseren Bus nach Makuyuni zu kriegen. Makuyuni ist ein kleines Kaff an der die Straße nach Arusha in Richtung Dodoma abzweigt.
Ein recht lang erscheinende Fahrt später erreichten wir besagtes Nest und fanden sofort einen Bus der uns weiter Richtung Süden nach Babati brachte. Von hier aus wollten wir ein Transportmittel zu unserem Endziel nehmen – Dodoma.
In Babati, einem kleinen Städtchen, angelangt offenbarte sich was ein Mitreisender Opa dem Fabi schon auf der Fahrt dorthin prophezeit hatte: Heute gab es keinen Bus mehr nach Dodoma, dabei war es gerade 11 Uhr morgens.
Ein Mittagessen später beschlossen wir unser Glück als Anhalter zu versuchen. Es gab nur eine einzige Straße durch diesen Ort und die führte direkt nach Dodoma. Eines der 1000 Fahrzeuge die hier durchfuhren musste doch dort hin fahren.
Wir steckten also unser gesamtes künstlerisches Talent in ein kleines Papierschildchen („DODOMA“) und postierten uns am Ortausgang unter einem schattigen Baum.
Und keiner fuhr dahin…
Zwischendurch kamen auch öfters Leute aus dem Stadtchen uns fragten uns was wir da täten.
„Das hat keinen Sinn, da fährt keiner hin. Vor allem nicht mehr um die Uhrzeit.“
Tja, die wohnen hier, die müssen es wissen. Allerdings, was ist das denn für eine Hauptstadt wenn da keiner hinfährt?!?
Eine ziemlich kleine, die vor ihrer Ernennung zur Hauptstadt ziemlich unwichtig war und daran hat sich bis heute nicht so arg viel geändert. Dar es Salaam ist das pulsierende Zentrum Tansanias, Dodoma eher eine Provinzstadt. Daran wird aber gearbeitet…so schilderte uns das zumindest der Tourist-Officer des Ortes, der sich bald zu den anderen ratgebenden Einheimischen gesellt hatte.
Ein netter Herr Mitte 30 mit leichtem Mid-West-US-Akzent, obwohl er mir schwor er war noch nie in den USA. =) Er war vorher mal Reiseführer und die Regierung hatte ihm sein Studium finanziert. Deswegen arbeitet er jetzt für den Staat als Touismus-Beamter in einer Stadt, in der ich außer uns keinen anderen Touri gesehn hatte.
Er zumindest macht seinen Job gut und hatte eine tolle Idee für uns:
Unser eigentliches Ziel war Ruanda und es gab einen Bus in diese Richtung auch ohne über Dodoma zu fahren. Das wussten wir nicht, in unserer Karte gab es da keine Straße.
„Die ist auch noch im Bau“, aber er kennt einen Bus der da lang fährt und uns viel Zeit sparen kann.
Supi! Gleich Tickets gekauft für morgen ganz früh. Dann fehlte nur noch eine Unterkunft zu unserem Glück. Auch hier konnte er weiter helfen. Als wir voll ausgestattet waren, verabschiedete er sich freundlich und ging von dannen. Das ist Service :)
Den Rest des Tages gönnten wir uns etwas Ruhe und zum Abendessen landeten wir nach mehreren Fehlversuchen (es gibt IMMER nur Reis mit Hühnchen oder Rind; Hühnchen meistens mickrig, Rind 98% Knorpel und fast niemand spricht hier eine Sprache die wir können) landeten wir wieder in unserem Lokal vom Mittag. Hier gabs zwar auch nur Reis, Hühnchen und Rind aber dafür besseres. ^^
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