Heute sollte es zum Ngorongoro-Krater gehen, ein Krater mit 20 km Durchmesser über den und dessen Bewohner schon so mancher Film gedreht wurde (Dabei meine ich nicht die Massai, die unter anderem hier mit ihren Viehherden umherziehen). Die Tier-Konzentration auf dem Kraterboden ist sehr hoch und es gibt alles vom Elefanten bis zum Löwen. Das ganze ist jedoch nicht ganz billig. Besonders die Gebühr für das Fahrzeug, ohne das man keinen Zutritt bekommt, machte uns zu schaffen. Man kann nur mit einem 4x4 Jeep rein und man zahlt pro Fahrzeug 200 $ (Eintrittsgebühr!). Hinzu kommen noch 50 $ pro Person und wenn man den Jeep mietet, muss man noch mal 150 $ rechnen.
Die Lösung ist es, mit möglichst vielen Leuten einen Jeep zu teilen. In Karatu, einer nahegelegenen Stadt, in der wir übernachteten, fanden wir aber niemanden, der das gleiche vorhatte wie wir. Deshalb haben wir uns an die Straße gestellt und Jeeps angehalten. Bei einem hatten wir scheinbar Glück. Ein deutsches Pärchen hatte das Fahrzeug gemietet und zwei Plätze waren frei. Wir boten ihnen 80 $ an, die sie einfach einstreichen hätten können (wie Taschengeld), aber nein, die Frau hat rumgestresst. „Wir haben so viel gezahlt, das müsste man dann schon fairer aufteilen…“ Das war jedoch unser Limit und so wurde die Win-Win Situation nicht genutzt.
Nach weiteren Versuchen entschlossen wir uns, mit dem Taxi zum Eingangstor des Nationalparks zu fahren. Dort versuchten wir bei mindestens 20 Jeeps freie Sitzplätze zu ergattern. „Nein“, „wir bleiben über Nacht im Park“, „wir fahren nur durch in den Serengeti-Park (direkt daneben)“… so sahen die Antworten aus oder der Fahrer sagte einfach ‚Ne, macht er nicht’.
| Es gab ein paar Affen zur Unterhaltung |
Im Park war dann ein Fahrzeugwechsel bei einer Station geplant, vom Bus in den Jeep. Und da kam die große Ernüchterung: Der Organisator der Reise sagte uns, dass wir nicht zur Safari in den Krater mitkommen könnten, weil die Jeeps voll sind. Mit ein bisschen Pressen hätten wir da leicht noch reingepasst. Wir haben uns gefragt, warum er uns eigentlich mitgenommen hat. War doch klar, dass wir mit auf die Safari wollten und nicht auf einem Parkplatz warten. So ein Dreck. Und die Japaner, mit denen wir eine super Zeit auf der Fahrt hatten, weder einer der Studenten, noch deren Professor haben irgendeinen Versuch unternommen, den Organisator umzustimmen. Aus Mangel an Möglichkeiten warteten wir also auf dem Parkplatz bis die Safari zu Ende war. Wir sahen einen tollen Baum und eine Massai, die mit einem Jeep davon fuhr.
Was wir aber gesehen haben: Büffel am Straßenrand und den Krater von oben. Das war auch schon ein Erlebnis. Es folgen nun alle unsere Kraterfotos=). Naja, war trozdem schön.
Mit zurück konnten wir dann wieder zusteigen und mussten wenigstens kein weiteres Fahrzeug vom Tor nach Karatu organisieren. Da gibt’s nämlich nichts Öffentliches. Karatu lag auf dem Heimweg der Truppe. Die Stimmung war natürlich nicht mehr die selbe.
Wir sind noch lecker Essen gegangen und haben ein Tag-Verdauungs-Bier getrunken. Die ständige Fragerei war sehr sehr anstrengend und ich bin bald ins Bett gefallen, während der Arne noch Blogeinträge schrieb.
Fabi
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