Kaum im Bus war ich auch gleich wieder eingenickt. Kurz nach dem Ortsausgang hörte allerdings schon der Asphalt auf. Mist =)
Einige Stunden ging es in Richtung ruandischer Grenze.
Zwischendrin haben wir in einem Örtchen ziemlich viele storchen-ähnliche Vögel gesehn. In Kahama gab es die auch schon, aber jetzt von ganz nah ^^ Ein fast kahler Kopf, schwarzes Gefieder und lange stelzige Beine. Sie standen einfach so zwischen den Leuten auf dem Markt herum und waren beeindruckend groß – fast wie kleine Kinder.
Zwischendrin haben wir in einem Örtchen ziemlich viele storchen-ähnliche Vögel gesehn. In Kahama gab es die auch schon, aber jetzt von ganz nah ^^ Ein fast kahler Kopf, schwarzes Gefieder und lange stelzige Beine. Sie standen einfach so zwischen den Leuten auf dem Markt herum und waren beeindruckend groß – fast wie kleine Kinder.
Wir gelangten an die Grenze zu Ruanda. Hier endete unser Bus und wir mussten auf der anderen Seite einen neuen nehmen.
Wie Ruanda wohl ist? Wenn man überhaupt schon mal von diesem Land gehört hat, dann meistens in ziemlich trauriger Verbindung mit dem Genozid, der hier 1994 passiert ist. An einer der beiden Volksgruppen die hier in Ruanda leben, die Hutu und die Tutsi, wurde dabei ein Völkermord verübt. Tausende Menschen wurden damals in wenigen Tagen auf grausame Weise umgebracht und die Welt schaute zu.
Außerdem ist es „le pays du mille collines“ wie die Belgier sagen, die hier Kolonialmacht waren – das Land der tausend Hügel.
Jetzt gerade ist ein ehemaliger Tutsiführer an der Macht und hat als erste Handlung verboten über Zugehörigkeit zu Stämmen zu sprechen. Jeder ist Ruander und welcher Stamm ist egal.
Was an der Grenze eher relevant ist, besagter Präsident hat im gleichen Atemzug auch im ganzen Land Plastiktüten verboten. Ja richtig, in Ruanda gibt es keine Plastiktüten – für die Umwelt.
Meine Sachen sind im Rucksack alle in kleine wieder verschließbare Gefrierbeutel verpackt. Wenn die als Plastiktüten durchgehen dann Gnade mir Gott =) Fabi gings auch nicht besser…nur er hatte richtige Plastiktüten.
2 Stempel später beim Einreisen: Taschenkontrolle. Ouuuuuuuh !!
In einem kleinen Wachhäuschen wurde kontrolliert. Vor uns standen noch einige Einheimische in der Schlange. Als diese durch waren, stand der Soldat noch eine Weile am Fenster und schaute raus. Dann nahm er sich die Taschen vor.
Mein Rucksack wurde kurz von außen inspiziert, einmal rein gegriffen ohne zu kucken und abgenickt. Das Plastikzeug dürfte ihm kaum entgangen sein. Fabi hatte die Tüten sogar oben auf, doch er wurde einfach durch gewunken ohne Kontrolle.
„Zeitmangel“, wir müssten ja unseren Bus erwischen. Der stünde gleich dort hinten.
Auf dem Weg zum Bus kam mir noch, dass er vielleicht so lange am Fester gewartet hatte damit alle vorher kontrollierten Einheimischen außer Sichtweite waren.
Man möchte in Ruanda Touris wohl keine Schwierigkeiten machen.
Mit dem Bus ging es dann los durch die tausend Hügel. Und wirklich, davon gibt es viele in Ruanda. Alles ist sehr grün, bewaldet, in Tälern arbeiten Leute auf Reisfeldern. Auch die Straße war bis Kigali, der Hauptstadt, erstaunlich gut, der Bus nicht überfüllt.
In Kigali angekommen suchten wir ein Hotel…nein, genauer gesagt erstmal wo wir auf der Karte waren. Da kam schon das erste Problem: Hier spricht man „Kiniarunada“. Das kann ich nicht. Dann spricht man noch die ehemalige Kolonialsprache Französisch, seit neustem Englisch und manche noch Swaheli.
Witzigerweise haben wir zahlreiche Leute getroffen, die immer nur eine oder keine der Sprachen konnten. Wenn man jemanden auf der Straße anspricht kann der manchmal Französisch aber kein Englisch oder umgekehrt und Swaheli können nur die wenigsten.
Wir wollten unser Glück noch bei einer Bank versuchen. Angeblich kann man hier mit internationalen Karten kein Geld abheben und wir hatten wohlweislich Dollars und Euros mitgebracht. Zu unserem Glück hatte sich das mit den Karten aber inzwischen geändert =)
Mit einem Taxifahrer haben wir ein Hotel aufgestöbert und nach einer Runde ausruhen sind wir abends noch Essen gegangen.
ENDLICH kein Beef und Chicken mehr =) Gut es hat lang gedauert und wie üblich war die Hälfte der Speisekarte nicht verfügbar aber KEIN Beef und Chicken :) Und lecker Senfsoße. Eieiei.
| Erstes Hotel, da hatten wir allerdings noch kein Glueck :P |
| Blick aus dem zweiten Hotel, diesmal aber gabs auch ein Zimmer |
| Fabi fand die Aussicht grossartig... |
| Und das Bett war gross =) |
| Das Essen brauchte etwas, es wurde schon dunkel |
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