Montag, 29. August 2011

29.08.2011 – Von Dar nach Moschi

Am frühen Morgen erreichte unsere Fähre endlich Dar es Salaam.
…nach 9 Stunden =)

Kaum aus dem unbequemen Doppelsessel befreit der erste Schock: Ich hatte mein Handy beim Aufladen an der Steckdose vergessen und das war jetzt weg. Natürlich hätte man dran denken sollen, aber ich hatte ja nie gedacht, dass jemand DIESES Handy klaut (noch mal danke an die liebe Manüla, der Schock wird gleich gemildert).

Ich hatte es mir extra geliehen weil es so viel kann, so zuverlässig ist aber gleichzeitig schon so alt und gebraucht war. Es sah wirklich nicht mehr besonders einladend aus und jeder Afrikaner den ich bisher gesehn hatte, hatte ein besseres Handy als ich.
Ich hab also gesucht und gefragt und plötzlich stand jemand in der Tür mit meinem Handy…Jiiiiihaaa! Ich weiß nicht wie er dazu gekommen ist und warum er es mir jetzt brachte, aber ich war dankbar. Eine nette Frau und ein gehörloser Putzmann hatten mir davor beim Suchen geholfen und rumfragt. Super nett =)

Von Bord suchten wir uns ein Taxi zum Busterminal. Wenn alles glatt gehen sollte, wollten wir heute noch nach Moschi, der Stadt am Fuße des Kilimanjaro (ganz schön weit weg).
Als ich endlich Bustickets ergattert hatte (der aalglatte Verkäufer roch schwer nach Kartell und war immer zufällig auch da wenn ich bei der „Konkurenz“ gefragt habe), wollten wir gerade in den Bus einsteigen als wir feststellten, dass der ganz anders war als vereinbart (ranzig und super schmale Sitze, anstatt nett und keine Rückenschmerzen). Ich musste den Verkäufer also noch mal sanft darauf hinweisen bevor er uns nach mehreren Versuchen uns ähnliche Busse aufzuschwatzen in einen netteren schnelleren setzte, der eigentlich einer ganz anderen Firma gehörte.

9 Stunden sind wir gefahren bis wir Moschi erreichten. Die Landschaft unterwegs war richtig schön. Berge, Felsen, Palmen. Wir kamen an vielen Dörfern vorbei und stellten fest, dass die ihre Häuser genauso bauten wie wir sie in dem Village-Museum in Dar es Salaam gesehen hatten. Alles nur aus Ästen zusammengesteckt und die Zwischenräume mit Lehm ausgefüllt. Man meinte manchmal man führe tausende Jahre zurück in die Vergangenheit.
Zwischendrin gabs Bonbons... =)

...Pipi-Pause fuer alle...


...und diesen kleinen Fratz, der die ganze Zeit von seiner Mami verhaetschelt wurde. Die Fahrt verbrachte erhauptsaechlich mit Essen, Trinken und schreiend um sich treten. Mami haelt natuerlich den Strohhalm fuer den Kleinen und schiebt immer nach wenn was alle ist. 

In Moschi suchten wir uns dann eine Bleibe und stellten dabei fest wie cool hier die jungen Rezeptionistinnen sind. Ein Indoitalieisches Essen später gings dann auch schon ins Bett =)
Moschi - Zu beachten hier: Das ist eine Bank mit einem leuchten Kreuz auf dem Dach =)

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