Beim Frühstück roch es sehr intensiv nach Gas. Als sich der Geruch nicht verflüchtigte, zogen wir um in den Empfangsbereich. Wir sagten, dass wir wegen des Gasgeruchs den Platz wechselten. Kurz darauf ging eine der Angestellten aus dem Haus und kam mit einem Raumspray wieder. Das ist die afrikanische Lösung des Problems. Vielleicht haben sie auch das Leck ausfindig gemacht und gestopft. Ich will nichts Falsches unterstellen, aber das Spray war zumindest Teil der Lösung.
Um 09:00 Uhr sollte uns das Geschoss vorbei gebracht werden, das wir gestern bestellt hatten. Eine 250 ccm Cross-Maschine. Natürlich war sie nicht da. Wir machten in der Zwischenzeit ein paar Bilder von der Landkarte von Sansibar, um immer den Überblick zu behalten. Straßenschilder sind nämlich rar gesät.
„Hallo, alles klar?“, sagte der Motorradverleiher, als er kam, und beim Händeschütteln verkündete er wie selbstverständlich: „No bike today.“ Was? Kein Motorrad? Ihr Vollpfosten. Wir schickten daraufhin noch einen anderen los, der dann wirklich mit einer Maschine ankam. Juhuu, los geht’s.
Wir fuhren zu dem Strand, der in Konkurrenz zu Matemwe (da wo wir dann waren) bei der Entscheidungsfindung stand. Der Weg ist schon ein Abenteuer an sich. Der Fahrer Arne musste mit dem Linksverkehr kämpfen und ab und zu fehlte auch einfach ein Stück Straße :) Manchmal war auch ein Stück Straße zuviel da (Speedbumper, waaah :))
Wir fuhren um die gesamte Südspitze der Insel und fanden schließlich unser nettes Plätzchen.
Wir haben was gegessen, gebadet und gelesen. Das war noch mal richtig schön und ich wollte gar nicht mehr weg. Der Arne ist dann noch ein Stückchen weiter zu einem anderen Strand gefahren. Da gab’s unter anderem einen coolen Steg.
Es dämmerte schon, als er mich wieder abgeholt hat. Wir fuhren nach Hause ohne Umwege (das ist gar nicht so einfach) und gaben das gute Stück zurück.
Wir mussten uns nun ein bisschen beeilen, damit wir wenigstens heute die Fähre erwischen=). Wir holten uns noch Fleischspieße, Burger und Pommes zum Mitnehmen und ab ging’s auf’s Schiff.
Gegessen haben wir noch, eine Runde Karten gespielt und das Handy zum Aufladen angeschlossen. Dann sind wir auf den ziemlich unbequemen Sitzen eingeschlafen. Und schlafen sollte man auch auf diesem Schiff. Es fährt um 21:00 Uhr los, braucht dann 4 Stunden und wartet am Ende in Dar Es Salaam auf den Sonnenaufgang. In der Nacht ist die Hafengegend nämlich nicht sicher genug für das Entladen der Fähre.
Fabi
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