Dann sind wir ins Internetkaffee gegangen, haben uns nun definitiv gegen die Reise nach Burundi entschieden (die Lage dort ist ziemlich angespannt und man sollte einige Teile des ohnehin schon winzigen Landes gar nicht bereisen) und Bilder hochgeladen.
Bald war auch schon Mittagsessen-Zeit. Dafür gingen wir der Einfachheit halber zurück ins Hostel. Wir bestellten und das Essen war auch gleich parat, die haben hier nämlich eine Kantine. Es wäre alles so normal gewesen, wäre da nicht der Geschirr-Abräumer gewesen. Der junge Mann setzte sich zu uns an den Tisch - es war ja auch der einzige, der nicht frei war -, sagte kein Wort und schlief immer wieder ein. Das müsste man sich mal in Deutschland vorstellen=) Also noch mal:
Kommt der Kellner, setzt sich an deinen Tisch und schläft…
Gut gestärkt sind wir in die Stadt aufgebrochen, in ein Viertel, wo viele indische Händler zu Hause sind. Die meisten waren aber um die Uhrzeit wohl wirklich schon zu Hause, wir haben außer ein paar indischen Geschäften wenig indischen Handel gesehen. Dafür gab’s sehr viele Moslems und einige Moscheen, von denen die meisten in der Moscheenstraße angesiedelt sind.
| Der Clock-Tower war nur halb beeindruckend...=) |
Dann schnell zum Hafen, wo wir uns ein Fährenticket nach Sansibar, kauften, was sehr reibungslos verlief. Auf die Insel fahren wir übermorgen und es ist enorm geil, dass wir quasi eh schon da sind und nicht wie viele andere extra mit dem Flugzeug anreisen müssen=)
| Schwimmt das Schiff noch? |
Ah, und ein Suaheli-Frasebook haben wir uns gekauft, auf der Straße für 80 Cent. Das Buch hat einige Facetten. Das erste, was drin steht, ist „Das ist nicht meine Schuld“. Dann sind die Seiten oft schief gedruckt und es gibt Sachen wie „Graben Sie ein 75 cm breites Loch!“, „Bau die Mauer gerade!“, "Halte die Küche von Käfern sauber!" oder „Sei höflich!“. Der Autor muss seine ganz persönlichen Erfahrungen mit der englischen Sprache in das Buch mit einfließen haben lassen.
Im Anschluss haben wir eine heiße Schokolade getrunken und sind zu einem sehr minimalistischen Botanischen Garten gekommen. Die Mauern waren so niedrig, dass man mühelos drübersteigen konnte; das war aber ohnehin egal, da es keinen Eintrittspreis gab. Es waren ein paar schöne Bäume und Palmen am Start und Pfauen, die der kleinen Grünanlage doch noch etwas Besonderes verliehen.
| Souvenir-Shop bei unserem Café |
| Schuhladen |
In der Nähe sollte das Statehouse sein. Wir kamen auch schnell dorthin, die Mauern und der weitläufige Garten versperrten uns allerdings den Blick. Dafür gab's ein paar andere nette Gebäude.
Naja, dann eben wieder heim und zwar mit einem Tuk-Tuk, wie man es in Indien oder Sri Lanka zu Hauf findet. Es handelt sich dabei um ein dreirädriges Gefährt mit einem Zweitaktmotor, das an den Seiten offen ist. Macht voll Spaß, damit rumzufahren.
Wieder im Hostel habe ich eine, zwei oder auch drei Runden gelesen und der Arne hat irgendwas am Computer gemacht, nachdem er die Steckdose aus der Wand geschraubt hatte, die unseren Adapter in ihre Gewalt genommen hatte. Der ging einfach nicht mehr raus. Das alles ging nahtlos über ins Abendessen, heute Chicken mit Reis und Bohnen. Zwischen unseren Beinen floß dabei das Putzwasser von unserem Schlafkellner, der pünktlich zur Abendessenzeit die ganze Kantine unter Wasser gesetzt hatte (zum Putzen).
Fabi
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