Dienstag, 28. Juni 2011

28.06.2011 – Santiago I: Das Fort von Cidade Velha

("Santiago", wie in der Überschrift erwähnt, ist eine der 10 Inseln der Kap Verden. Die Hauptstadt Praia liegt auch hier)

An diesem Morgen stand Geldabheben, Frühstück und Ticketkauf für eine Fähre auf die Nachbarinseln auf dem Programm.

Wie so oft auf unserer Reise stellten wir ein Phänomen fest, das wir von nun an mit dem melodischen Namen Zeiteinplanungsverschiebungsunsicherheitseffekt (ZEPVUE) benennen möchten:

Es handelt sich dabei um die Tatsache, dass Dinge häufig einen völlig anderen Zeitaufwand in Anspruch nehmen, als für sie nach eingehender Prüfung vorgesehen war. Dies gilt im positiven, wie auch im negativen Sinne.

Um diesen Umstand zu veranschaulichen greifen wir das oben genannte Beispiel wieder auf. Geldabheben (Aktion A), Frühstücken (Aktion B) und Ticketkauf (Aktion C) hatte nach unserem Ermessen einen etwa gleichwertigen Zeitaufwand. Es stellte sich jedoch heraus, dass Aktion A und B nach einigen wenigen Minuten erledigt waren mit sehr positiven Endresultaten (satt und reich), wobei Aktion C sich zu einer mehr als einstündigen Odyssee hinzog bei der wir einem humpelnden Reisebürogehilfen von einem Anbieter zum nächsten folgten. Im Endeffekt hatten wir immer noch kein Ticket für die Fähre und fuhren mit einem Minibus in eine nächstgelegene Stadt mit alten Fortanlagen, weil sich das halt gerade so ergab.
Unser kleiner Bus nach Cidade Velha


Dort also angelangt setzten wir uns gemütlich in eine Strand-Bar und beobachteten die Wellen an dem beinahe schwarzen Sandstrand.



Nach einem reichhaltigen Mittagessen ging es dann daran das alte Fort zu erklimmen. 

Der Weg nach oben zur Festung



Durch mehrmaliges Fragen fanden wir in der prallen Hitze schnell einen recht direkten Weg und durften staunen. Ein tolle Aussicht =)
Der Blick vom der Festung
Eine eingehende Untersuchung der Anlagen später...






Die Zisterne






...ging es wieder nach unten um ein bisschen zu baden. Der Strand war zu verlockend.
Dann ging’s zurück nach Praia. Das Collectivo (eine Art Minibus) welches uns dort hinbringen sollte, stand schon da als wir zur Straße kamen, fuhr direkt nach dem Einsteigen ohne Verzug los und brachte uns rasch zum Ziel und kostete fast nix. Wir dachten eigentlich wir müssten wie üblich eine Stunde warten und uns die Zeit vertreiben oder ein netter Dörfler würde uns aufgrund der fortgeschrittenen Uhrzeit gestehen, dass das letzte Fahrzeug gerade abgefahren sei. Der aufmerksame Leser erkennt auch hierin wieder die klassische Form des ZEPFUEs.

Wieder zuhause erledigten wir noch einigen organisatorischen Kram und fielen müde ins Bett.
Hier gibts freies Internet und alle hängen an einer einzigen Steckdose =)

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