Sonntag, 5. Juni 2011

05.06.2011 - Rio: Sibis Abschied und die Straßenbahn

Heute hat uns die Siba wieder verlassen. Um 12:00 Uhr ging der Flug. Wir sind frühzeitig zum Flughafen aufgebrochen, damit wir nicht unter Zeitdruck geraten, aber der Bus wollte erstmal einfach nicht kommen.

Beim Warten haben wir dann diesen Straßen-Fußballkünstler gesehen, der ein unglaubliches Ballgefühl hatte. Mit einem normalen Ball konnte er fast alles machen, dann hat er mit einer kaum sichtbaren Minimetallkugel jongliert und schließlich ein Ei mit dem Nacken aufgefangen. Und das Ei war tatsächlich echt. Nicht schlecht.
Ei im Nacken
Ei(nach)weiß(s)
Die Zeit wurde immer knapper und wir haben ein Taxi genommen. In der nächsten Kurve hat uns der Bus überholt :P
Der Julius
Supercool war, dass der Julius und die Hanna den selben Flieger nach Frankfurt genommen haben und die Sibi Gesellschaft hatte. Wir mussten uns also verabschieden und der Arne hat einen kleinen süßen Stoffaffen geschenkt bekommen.

Danach sind Arne und ich wieder zurück in die Stadt gefahren zu einer uralten Straßenbahn, die durch den wunderschönen Stadtteil Santa Teresa fährt.
Blick auf Santa Teresa
Auf dem Weg zur Straßenbahn
das auch
das auch
und das; weiß ich nicht mehr.

Ein älteres und ein neueres Objekt
Sie ist wohl allerdings sehr beliebt (vor allem sonntags) und nach anderthalb Stunden Warten ging’s schon los.

Die Schlange ging bis ganz da hinten.
Über die Brücke... da war nicht mehr viel Platz bis zum Abgrund.
Über die Brücke, hoch den Berg, um die nächste Kurve. Man kann sich auch außen dran hängen und auf dem Trittbrett mitfahren. Ist schon stylisch, das Gefährt.
Wir fuhren so dahin, da stoppte die Bahn. Eine Haltestelle gab es hier nicht. Immer mehr Leute schauten, was passiert war. Ein Auto auf den Schienen. Die Bahn bimmelte und bimmelte. Irgendwann kam die Polizei hinzu, drehte die Sirene auf, die Fahrgäste standen auf der Straße. Welches Geschlecht hatte der Besitzer des Autos? Naja… Die Dame wurde mit tosendem Applaus begrüßt, fuhr weg und die Fahrt ging weiter.


Eine wunderschöne Aussicht gibt es hier. Durch die kleinen Sträßchen mit verschnörkelten kleinen Häusern und winzigen Villen zu fahren und dann ein Blick über die Stadt bei Sonnenuntergang - wow.
Dann waren wir noch Lasagne essen und weiter sollte es ins Hostel gehen. 
Bild im Restaurant
Doch zunächst kam alles anders. Eine 14-Jährige und ihre Tante haben uns angesprochen. Das Mädel findet Deutsch ganz toll, weil sie ein großer Fan der Seifenoper „Verbotene Liebe“ ist, die sie mit portugiesischen Untertiteln anschaut. Wir haben uns mit den beiden unterhalten, erst im Stehen, dann im Gehen, dann wieder im Stehen; da, wo die beiden auf die Tochter der Tante gewartet haben, die sie abholen sollte. Arne redete mit dem Mädel, die Tante mit mir. Eigentlich redete mehr die Tante. Unglaublich wie viel und recht forsch. Sie erzählte mir von den portugiesischen Eroberern, von ihren Wohnverhältnissen und von Samba, um nur einige Themen zu nennen. Auf Portugiesisch. Ich hab nur - oder immerhin - die Hälfte verstanden. Damit die Frau nicht in ein falsches Licht fällt, sie und auch ihre Nichte waren supernett.

Die Tochter der Tante kam dann auch irgendwann und die Tante sagte ihr, dass sie uns doch eigentlich mitnehmen könnten; und schon saßen wir im Auto. Der Tochter war ihre Mutter anscheinend etwas peinlich, sie hat nicht viel geredet; nur am Schluss. Sie haben uns fast bis vor die Tür gefahren. Vielen Dank, die Damen!

Dann ging’s auch bald ins Bett, damit wir am nächsten Tag unseren Bus nach Salvador, unsere nächste Station, nicht verschlafen.

Fabi

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