Sonntag, 19. Juni 2011

19.06.2011 - Linda Flor II: Vielen Dank =)

Lauri wollte uns zum Frühstücken einladen, doch ich musste erstmal ausschlafen, und auch danach hatte ich noch ein ziemlich flaues Gefühl im Magen.
Ein Frosch auf dem Bett
So um 11:00 Uhr waren wir aber dann beide auf den Beinen und bereiteten unser Abschiedsgeschenk vor, das wir für die unglaubliche Gastfreundschaft und als Dankeschön überreichen wollten. 
Gerade als wir zum Mittagessen aufbrechen wollten (wir wollten woanders essen, damit wir den Leuten nicht die ganze Zeit auf der Tasche liegen), kam Lauri anmarschiert und nahm uns mit zu sich nach Hause, zum Mittagessen. 
Das Mädchen war richtig cool, sehr sehr aufmerksam. Sie hat alles aufgesaugt und wesentlich schneller verstanden, was wir sagen wollten als die anwesenden Erwachsenen
 
Eine Freundin der Familie haben wir noch auf dem Weg getroffen, die uns gleich eröffnete, dass wir ihr unglaublich gut gefallen. 
Die Freundin der Familie=)
Sie ging mit. Wir saßen ein bisschen vor dem Haus, unterhielten uns - so gut das eben mit Händen, Füßen und Basisportugiesisch geht – bis das Essen fertig war. Es wurde wieder richtig aufgekocht. Die Freundin gab uns unterdessen unweigerlich zu verstehen, dass wir doch auch noch sie „besuchen“ könnten…….

Nach dem Essen haben wir noch eine Trink-Kokosnuss bekommen. Lauri hat sie extra noch in den Kühlschrank gestellt, man kann ja schließlich keine warme Kokosnuss anbieten. Eigentlich wollten wir noch zu dem „nahegelegenen“ See (es stellte sich heraus, dass es doch 10 km waren), den wir auf unserer Karte ausgemacht hatten. Doch es war schon 15:00 Uhr und wir wollten heute noch weiterziehen, damit wir uns nicht noch einen Tag aushalten lassen. Wir tranken also unsere Früchte. Diese wurden dann von unserer sehr direkten Freundin zerteilt und auslöffelfertig an uns zurückgereicht. Arne fand sie nur mäßig lecker, aber der steht generell nicht so auf Früchte. Es war fast 16:00 Uhr…
 
 
 
…und ein weiterer Tagesordnungspunkt stand noch an: Mit der Frau telefonieren, die nach Deutschland ausgewandert ist – ein Anliegen der Familie. Wir sind also zu dem Haus gelaufen, wurden hereingebeten und Arne hat das Telefon zugewiesen bekommen=). Er telefonierte und telefonierte, während ich etwas zu Essen und ein Getränk bekam. Es gab Kekse und irgendetwas Süßes aus Mais. Danach war ich an der Reihe mit Telefonieren. Die Frau war sehr nett und konnte einiges erzählen. Von ihrem Leben in Deutschland, von ihrer Familie in Brasilien, von ihrem 100-jährigen Vater, dem wir gestern begegnet sind.

Draußen war ein Mann, der Bienen aus dem Baum vor seiner Haustür vertreiben wollte. Dazu nahm er einen Besen, zündete ihn an und stocherte damit im Baum herum. – nur als kurzer Einschub.
Der Bienenaustreiber
So, jetzt mussten wir uns aber beeilen. Der Bus fährt um 18:00 Uhr von Assù aus los. Eine Stunde also noch. Im Regen sind wir zurück in das Haus gelaufen, in dem wir gewohnt hatten, haben unser Zeug gepackt und schon kam das arrangierte Auto des Bruders an. Eine Organisation… für Südamerika is ja des der reinste Wahnsinn!-) Zwei Kinder eingeschlossen waren wir zu siebt im Auto, es war eine Art Golf, nur ein bisschen kleiner; und das klappte super. Lauri und seine Frau begleiteten uns noch zum Busbahnhof und warteten mit uns bis der Bus kam. Och, so lieb=)
 
Eine Stunde dauerte die Fahrt nach Mossoró, die nächst größere Stadt. Wir hätten eine Station früher in Mossoró aussteigen sollen. Die Hostels der Stadt liegen nämlich genau da, wo wir vorbei gefahren sind. 20 Min. laufen waren dann angesagt – mit Rucksack eher so halbgeil. Naja, das überlebt man. Wir haben ein Hostel gefunden, sind noch Burger und Pizza essen gegangen und dann ab ins Betti, das war ein langer Tag.

Fabi

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen