Freitag, 10. Juni 2011

10.06.2011 - Lençois I: Die natürliche Rutsche

Kakteen ziehen vorbei, haushohe Felsen, unendliche Weiten. 
Wir hatten gerade die in die Hügel der Vorstadt eingelassenen bunten Häuschen passiert...
...und waren nun mit dem Bus auf dem Weg Richtung Westen ins Landesinnere – nach Lencois.

Lencois ist ein nettes kleines Örtchen, das selbst schon für einige Postkartenmotive taugt, aber das Besondere ist eigentlich, was es rundherum zu sehen gibt. Wasserfälle, Höhlen, Canyons…da mussten wir hin =)

Wir haben also unsere sieben Sachen gepackt...
...und ab zum Bus.
Nach 6 Stunden Fahrt erreichten wir das Örtchen und waren sofort umringt von lärmenden Guides und Helfern, die es alle gut mit uns meinten. Es war Nebensaison.

„Ich habe das beste Hostel“, „Ich kann euch super Rabatte besorgen wenn ihr die 3 Tagestour morgen mitmacht“, „Ich bin registrierter Guide – Safe, safe !!“, „Er lügt doch!“ „Nein ER lügt!“

Hier kamen wir mit dem Bus an, empfangen von ganz vielen "Guides"

Ständig in Begleitung

Ansonsten war das Städtchen wirklich super hübsch =)





Nach einiger Wanderung durch den Ort mit unseren „neuen Freunden“ haben wir dann doch einen netten Schlafplatz gefunden.

Um den Rest des Tages noch gut zu nutzen, es war gerade später Nachmittag, haben wir beschlossen noch die „natürliche Rutsche“ zu besuchen. Eine kleine Attraktion in Laufreichweite in den Hügeln hinter dem Ort. Eigentlich waren wir schon etwas spät dran, aber wir haben uns etwas gesputet und sind über sandige Pfade und zwischen kleinen Bäumchen hindurch noch bei Tageslicht dort eingetrudelt.


Wow! Von den Vorsprüngen der Felsen oberhalb des kleinen Sees in den die „Rutsche“ mündet konnte man sie schon sehen. Was eigentlich ein ganz normaler kleiner Fluss ist, der über felsigen Untergrund einen schrägen breiten Hang hinab läuft, bildet eine große glatte Fläche auf der man runter in den See rutschen kann. Cool =)
Die Rutsche =)
Das musste sofort getestet werden. Wir waren natürlich nicht die Einzigen. Ein geübter Kerl aus dem Ort mit bauschiger Rastafari-Frisur war gerade dabei auf den Fußsohlen stehend besagten Hang runter zu rutschen, die Finger zum Peace-Zeichen geformt und abschließend mit einem Salto in den See. Die zwei halbnackten Touristinnen waren beeindruckt.
Sollten wir da eine Chance haben? Es stellte sich heraus, dass wir auf dem Hintern doch ziemlich schnell waren und wir ihn mit durchdachten Parolen wie „Waaaaaaah, weg da!“, schnell ausstechen konnten.

Nun ging die Sonne auch schon unter. Ein toller Tag.

Am Abend sind wir noch ein bisschen durch den Ort geschlendert...
 

Die Riesenkröte die uns beim Essen zugesehen hat. Die war größer als eine Faust ^^

Gute Nacht Konzert vorm Schlafengehen
 ...und haben noch eine Tour für den nächsten Morgen organisiert. Wasserfälle, Höhlen, Canyons. Das wird super!

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen