Sehr schön, heute geht’s ab in Richtung Strand. Wie ich mich darauf gefreut habe.
Nachdem ich gestern Abend noch einen Blog verfasst hatte, war der Arne heute Früh an der Reihe. Er ist brav aufgestanden und hat es getan. So um 8.00 Uhr hat er dann den Ventilator in meine Richtung fixiert und voll aufgedreht. Da war ich auch bald voll da =)
Dann waren wir Kuchen frühstücken und los ging’s. Wir wussten noch nicht, an welchen Strand wir fahren, also erstmal zum Busbahnhof und mal schauen, was wann wohin fährt. Ziel war es, einen untouristischen kleinen Ort mit Strand zu finden, ein kleines Fischerdörfchen. Außerdem wollten wir uns weiter Fortaleza annähern, da wir von da aus ja bald weiter auf die Kap Verdischen Inseln fliegen. Soweit unsere Idealvorstellung.
Der Stadtbus kam erst nicht und dann fuhr er eine urkomische Route. Er fuhr durch kleine Gässchen, in die er kaum einbiegen konnte, und bog mindestens 20 Mal ab. Das macht dann einige Schleifen und jede Menge Zickzack. Nach einiger Zeit, wir hatten schon fast den Glauben daran verloren, kamen wir aber tatsächlich am Busbahnhof an.
Recht schnell haben wir herausgefunden, dass wir zunächst nach Aracatí fahren und von da aus den Bus nach Cascavela nehmen sollten, von wo aus man gut in eine Gegend kommt, in der es mehrere Strände nebeneinander gibt. Von da dann zum Strand. Das klappte alles gut. Wir hatten damit gerechnet, dass wir länger unterwegs sein würden.
In unserem letzten Bus war eine Horde jugendlicher Schulkinder. Natürlich sind wir mit ihnen ins Gespräch gekommen und nach viel Geschnatter mit einem von ihnen ausgestiegen. Patrício wohnt in dem Strandort, an den wir wollten und hat uns zu einigen Hostels geführt und sich sogar über’s Telefon nach den Preisen erkundigt. Als wir uns für eine Bleibe entschieden hatten, tauschten wir Kontaktdaten aus und verabredeten uns für später zu einem Stadtrundgang.
Erstmal hatten wir aber Hunger. Es gab leckeren Fisch – mit Blick auf’s Meer. Yeahhh.
Dann kam Patrício wieder und wir liefen ein wenig durch die Stadt. Am Strand waren Fischer, die Sardinen aus ihren Netzen puhlten. Wir kamen an einer Eisdiele vorbei und ich griff zu. Danach standen wir schon auf dem Hauptplatz, setzen uns auf eine Bank und unterhielten uns. Der ziemlich clevere 15-Jährige konnte aber nur Portugiesisch. Wir hatten davor erfahren, dass man hier 4 Englischstunden hat - allerdings pro Monat! Das erklärt einiges. Für uns war’s ne neue Portugiesisch-Stunde.
Morgen wollen wir an den Strand gehen; leider hat der Ort, an dem wir jetzt sind, einen ziemlich touristischen Strand mit einer Promenade und vielen Hostels… nicht schlecht, aber das war nicht das, was wir gesucht hatten. Die Fischerboote sind wirklich nett, aber in der Nähe gibt es einen anderen Strand, der noch natürlicher sein soll. Den probieren wir aus =)
Fabi
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