Dienstag, 24. Mai 2011

24.05.2011 - Von Asuncion nach Ciudad del Este

Heute sollte es weiter nach Ciudad del Este gehen, die östlichste Stadt von Paraguay an der Grenze zu Brasilien. Brasilien – endlich !! =)

Dort werden wir auch die Siba abholen, die übermorgen für über eine Woche zu uns zu Besuch kommt. Ich freu mich riesig! =)
Frühstück =)
Zeitschriftenverkauf in Asunción: Der Mann kann kaum aus seinem Laden heraus sehen
Vor unserem Aufbruch war aber zunächst noch eine kleine Stadtbesichtigung eingeplant. Wir haben uns den alten Bahnhof und die Kathedrale von Asunción angeschaut, den Kongress und den Präsidentenpalast. 
Die Überbleibsel des Bahnverkehrs in Paraguay
Das Armenviertel am Rio Paraguay, direkt neben den Regierungsgebäuden
Der alte Kongress
Wegen dem 200 jährigen Jubiläum des Landes sind all die Gebäude noch mal doppelt so stark geschmückt und erstrahlen alle, behängt mit vielen Flaggen, in den Nationalfarben. Der Präsidentenpalast ist ganz weiß und ziemlich beeindruckend, direkt am Rio Paraguay gebaut. 

Danach wollen wir noch schnell ins Internetcafé und ein paar Postkarten und Souvenirs kaufen. Schon wurde die Zeit knapp :)
Wir haben uns also letztlich von Katrin verabschieden müssen, unserer treuen Reisebegleiterin, und haben die Beine in die Hand – und letztendlich ein Taxi, genommen um noch rechtzeitig den Bus zu erwischen.
Dann ging es los Richtung Osten. Ein kleiner geräumiger Bus mit einem recht überholfreudigen Fahrer brachte uns letztendlich doch sicher ans Ziel. 

Spät kamen wir in Ciudad del Este an und waren froh das es direkt in der Nähe des Busbahnhofes auch ein erschwingliches Hotel gab. Die Gegend war sehr herunter gekommen und man fühlte sich irgendwie nicht immer wohl in seiner Haut.

Zudem gab es hier noch viel mehr was wir nicht erwartet hatten, nämlich sehr arme Menschen die in dem Viertel am Rande des Busterminals in Papp- und Wellblechhütten wohnten. Ständig wurde man von kleinen Jungs in zerfledderten Klamotten nach Geld gefragt. Man weiß gar nicht genau wie man reagieren soll… Während der Reise wird das sicher noch öfter geschehen. Einerseits hat man großes Mitleid und möchte gerne helfen, andererseits weiß man auch nie ob Geld wirklich die richtige Methode zum helfen ist und zudem hat man nie genug um jedem helfen zu können. Ein beklemmendes Gefühl.

In unserem Hotel angelangt haben wir in der Nähe noch einen einsamen Stand gefunden der Empanadas verkauft, das sind kleine Teigtaschen die mit verschiedenen Dingen gefüllt sind. Normalerweise Dinge wie Hünchenfleisch oder Kartoffeln, aber auch Käse, Schinken, Oliven, getrocknete Tomaten und vieles andere. Am Anfang waren wir noch unschlüssig was wir von dem Laden halten sollten aber nach einer Testrunde waren wir überzeugt: Diese Dame die in diesem schäbigen Viertel am Ende der Welt Teigtaschen verkauft, macht die bisher besten Empanadas die wir je gegessen hatten.
Nachdem jeder 4 bestellt hatte, hatten wir viel Zeit die vorbeikommenden Gestalten zu beobachten und da war eine kurioser als die andere und die Unterschiede von Reich und Arm bisher die größten die wir bisher gesehen hatten. Da gab es arme Bettelkinder neben Porsches und heruntergekommene Sporthosenträger neben getuneten bassbewährten Breitreifenflitzern.

Gut gesättigt schlenderten wir wieder in unser Hotel…so was muss man erstmal verarbeiten.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen