Montag, 9. Mai 2011

09.05.2011 - Death Road - Camino de la muerte - Die Todesstraße

 
Heute geht’s ab. Wir fahren mit einem Mountainbike die holprige Straße runter. Der Camino de la muerte (die Todesstraße) ist so schmal, dass ein Auto gerade so drauf passt. An den Seiten geht es oft Dutzende Meter steil in die Tiefe. Heute gibt es eine neue Straße, auf der die Autos fahren, früher starben jedes Jahr 200 – 300 Menschen – fast einer pro Tag. Gefährlich wurde es vor allem, wenn sich zwei Fahrzeuge entgegen kamen und das eine rückwärts fahren musste, um das andere an einer breiteren Stelle vorbeizulassen. Bei Lastwagen kann man sich das besonders gut vorstellen.
Unsere Busse mit den Teufelsmaschinen (oder auch Fahrrädern=))
 
Da normale Autos die neue Straße benutzen, fahren auf dem Camino de la muerte fast nur noch die Fahrzeuge, die die Fahrradtouren begleiten. Die Fahrer fahren vorsichtig und sind sich natürlich bewusst, dass auch Radfahrer unterwegs sind.
Wenn man mit dem Fahrrad den Berg runter fährt, hat man natürlich mehr Platz. Und wenn man vernünftig fährt, ist die Gefahr beherrschbar. Es passiert in der Regel auch nichts. So, dieser Absatz diente zur Beruhigung sämtlicher Familienmitglieder=) Jetzt wird’s heiß.
 
 
Wir sind also auf 4700 Höhenmetern gestartet. Jeder konnte sich ein bisschen einfahren. Dann der erste Abschnitt: Die Straße war asphaltiert mit einigen Schlaglöchern, denen man ausweichen sollte. Das hat riesig Spaß gemacht; Höchstgeschwindigkeit: ca. 60 km/h.
Karge Landschaft in der Höhe
 
 
Fabi
Der zweite Abschnitt war dann schon sehr holprig. Am Anfang saß ich eher verkrampft auf meinem Fahrrad und hab die Unregelmäßigkeiten überwiegend mit den Händen aufgefangen. Das macht aber nach wenigen Kilometern keinen Spaß mehr. Der Trick: Den Sattel tiefer stellen und sich durchschütteln lassen. Dann kann man viel sicherer, aber auch schneller fahren und es macht einfach nur Spaß. Man Fährt auf den Straßen bis zu 30 - 40 km/h.
 
 
 
Arne
 
Fabi
Links der Fabi, rechts der Arne
Nicht der Fabi und auch nicht der Arne...
...zum Glück
 
Die Guides haben immer Fotos geschossen; an Ecken, beim Fahren, von Hügeln aus.
Dann ging’s in ein Hotel, wo man duschen, essen und, wenn man wollte, in einem veralgten Pool baden konnte, und von dort aus zurück nach La Paz.
 
Jetzt nur noch schlafen
Am Abend habe ich vorgeschlagen, dass wir in ein Restaurant gehen, von dem man die Stadt bei Nacht gut sehen konnte. Auch nach mehrfachem Nachfragen konnten wir jedoch keines ausfindig machen, das auf einem der Berge um die Stadt liegt. Stattdessen wurde uns das Restaurant im 16. Stock des 5-Sterne Hotels Hotel Presidente empfohlen. Naja, wir sind hingefahren, haben uns die Speisekarte zeigen lassen und es für gut befunden. Mit allem drum und dran 15 Euro pro Person für ein super delikates Mahl, wenn man sich so was gönnen will, ist das der Ort dazu…
Fabi

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