Morgens nach 12 Stunden Fahrt in Uyuni angekommen traf es uns wie ein Schlag:
Verdammt ist das saaaaaaau kalt hier !!!
Dem Bus entstiegen fingen wir bald an zu bibbern. 7 Uhr, keine Sonne und unter 0°C. Wir haben uns bald an eine Deutsche und eine Österreicherin (Madeleine und Elizabeth) dran gehängt, denn sie hatten schon etwas was wir noch suchten – ein Ticket für eine Jeeptour in die berühmte „Salar de Uyuni“, die größte Salzwüste der Welt.
Blindlings folgten wir ihnen zu einem Anbieter gleich um die Ecke der uns nach zähen Verhandlungen doch überzeugte.
Auf Anraten von Ximena („...mindestens 3 Tage müsst ihr fahren, drunter ist es totaaaal scheiße“), haben wir also eine 3 Tagestour inkl. Salzwüste und einer halben Weltreise mit dem Jeep bis an die Grenze von Chile gebucht. War das weise?
Nach einem schnellen Frühstück standen wir also auf der Matte, um 10:30 sollte es los gehen. Kaum an der Tür spricht mich jemand auf meinen Rucksack an (der geschenkte von meiner Uni). KIT – das kennen wir doch und vor uns standen Kathleen und ihr Freund Dirk. Beide Wiwis aus Karlsruhe und bei Kathleen saß ich vor ihrem Abschluss sogar schon einmal hoch interessiert in ihrem Mathetutorium ;)
Da sich ein deutschsprachiger Jeep ergab (ich weiß, laaangweilig) saßen wir 6 also bald zusammen in einem Auto (Mathleen, Elizabeth, Dirk, Kathleen, Fabi und ich).
| Unser Töff-Töff |
Erste Station war ein Eisenbahnfriedhof direkt vor der Stadt. Ausgemusterte englische Loks fristen hier ihr tristes Dasein. Ziemlich scharf was man da alles sieht :)
| Schienen bis zum Horizont |
Danach gings in ein kleines Dorf am Rande der Wüste.
| So wird das Salz hier gelagert, einfach als Haufen im Garten |
Hier leben viele Leute vom Abbau und Verkauf des Salzes und ein Herr hat uns erklärt wie die das hier machen.
Ziemlich spannend, das Salz wird mit ganz einfachen Schippen aufgesammelt und mit alten LKWs aus der Wüste gekarrt. Dann kurz getrocknet, gemahlen und von Hand verpackt…jede Familie für sich und für 1,2 € pro 50 kg – das ist echt ziemlich mager.
Nun auf in die richtige Wüste und das sieht so aus:
| Wenn ein dünner Wasserfilm auf dem Salz steht, sieht sie aus wie ein großer ruhiger See |
| Die Haufen machen die Bewohner um das Salz vor dem Abtransport etwas zu trocknen |
Hier ist alles ganz flach und weiß bis zum Horizont und teilweise ist das Salz mit Wasser überschwemmt was klare natürliche Spiegel auf den Boden zaubert.
An einem kleinen Salzhotel mitten in der Wüste haben wir gegessen.
In der Wüste kann man außer zum Horizont zu starren noch viele andere tolle Sachen machen. Hier etwas Kreativität =)
Dann gings durch die Wüste und über Uyuni zu unserem Hostel weiter südlich.
| Hier können Autos auf Wasser fahren... |
| ...und Berge fliegen =) |
Auf dem Weg zum Hotel ging es durch wilde Landschaften, staubige Wüste mit großen Felsen und die Gegend veränderte sich immer wieder. Plötzlich knallte es !
...und wir hatten einen Platten. Das ist aber nicht so wild und passiert hier öfter.
| Dirk nutzt die Zeit für Sonnenuntergangsfotos |
Nach einiger Wartezeit auf das Abendessen und einem Wiedersehn mit unserem israelischen Death-Road-Begleiter, wurden wir dann endlich satt (als einzige heiße Pommes) und es ging in die Haia.
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