Mittwoch, 16. März 2011

14./15.03.2011 - Venezuela

14.03.2011 – Nach Caracas, Venezuela

Nach gemütlichem Ausschlafen ging es am Mittag mit dem Taxi zum Flughafen Tocumen von Panama Stadt. Unsere Fluglinie für unsere Reise von Panama über Venezuela nach Ecuador sollte die Santa Barbara Airlines sein.

Eines vorweg – Fliegt nicht mit denen…

Angekommen am Flughafen wurde uns zunächst offenbart, dass die Flugverschiebung die uns unser Internetreiseanbieter (Bravofly – Bucht nicht bei denen…) per Email mitgeteilt hat, nicht bis zu ihrer Fluggesellschaft vorgedrungen ist und wir jetzt eine Umbuchungsgebühr von 123,05 US$ pro Nase zahlen müssen, damit sie uns trotzdem mitnehmen. Das dürfen wir natürlich wieder zurückfordern, ob das wirklich klappt steht aber natürlich in den Sternen.

Fertig umgebucht wurde uns mitgeteilt, dass unser Flug 3 Stunden Verspätung hat und wir unseren Anschlussflug am selben Tag nicht mehr kriegen.

Da wir am nächsten Tag nichts vor hatten war das aber nicht so schlimm, außerdem waren wir ja schon von einem Tag in Venezuela ausgegangen und hatten auch schon ein Hostel reserviert. Zum Trost für die Verspätung und den verpassten Anschluss durften wir auf Kosten der Fluggesellschaft im Flughafenrestaurant in Panama essen und sie haben uns gesagt, dass sie das Hotel, den Transport vom und zum Hotel, die Verpflegung und die nicht ganz geringe Flughafensteuer in Venezuela für uns übernehmen würden. Das hat auch alles so geklappt. Feini wir hatten ja eigentlich geplant alles selbst zu löhnen, also Glück im Unglück =)

Nach den 3 Stunden warten in Panama wurde uns mitgeteilt, dass das Flugzeug noch gar nicht da ist und noch mal 2 Stunden mehr braucht. Also Ohrstöpsel wieder rein und bisschen Kartenspielen. Nach diesen also insgesamt 5 Stunden war nun also „Boarding“. Das heißt wir wurden in einen Bus geladen und zu einem Flugzeug gefahren. Das war aber das falsche und von einer anderen Airline und man brachte uns verwundert zu einem Gebäude auf der anderen Seite des Rollfeldes.

Auf dem Weg dorthin landete gerade ein Flugzeug von unserer Airline und die Stuardess meinte das wäre wohl unseres…

Da das Flugzeug ja nun nicht startklar war mussten wir bis dahin noch mal etwa 2 Stunden warten und konnten währenddessen den berechtigten und teils lautstarken Protest der anderen Fluggäste mitverfolgen, woraufhin die Fluggesellschaft jedem einen 100 Dollar Gutschein für ihre Airline ausgestellt hat (wer löst den nach der Aktion wohl noch ein…) wenn man unterschreibt sie nicht zu verklagen.

Nach ruhigem Flug in Caracas angekommen war es schon fast Mitternacht. Eingereist in Venezuela und nach Hilfe von einigen netten Venezuelanern sind wir dann freundlich von einem Polizisten willkommen geheißen worden der uns sogleich angeboten hat bei einem Freund von ihm schwarz Geld zu tauschen.

[Die Währung von Venzuela, der Bolivar Fuerte (fuerte = stark, weil 3 Nullen weniger als die Vorgängerwährung „Bolivar“ und immer noch mit 30 % Inflation), ist aus genannten Gründen nicht sehr beliebt und jeder versucht wie wild obwohl verboten an US Dollars zu kommen]

Mit einem kleinen Bus gings dann also auf Kosten der Airline in ein schickes kleines Hotel, dass sehr komfortabel war und in einigen dezenten Elementen (viele große Spiegel um und über dem  Bett, Glasscheibe mit Blick in die Dusche und einem intressant geformten Designer-Lederstuhl…) an ein Stundenhotel der höheren Klasse erinnerte. 

 
Aber wir waren vorerst mal zu müde um uns darüber weitere Gedanken zu machen…

15.03.2011 – Von Venezuela nach Ecuador

In Venezuela gibt es noch einige von den alten amerikanischen Straßenkreuzern, nicht so schön wie man sie von Bildern aus Cuba kennt, aber auf jeden Fall riesig. Sprit kostet hier fast nix (1 € für die Tankfüllung…sehr richtig, für den ganzen Tank voll) und alles ist ziemlich bunt gestrichen, bemalt und viele Dinge an der Straße irgendwie bunt geschmückt. An den Berghängen gibt’s viele so genannte Crazy-Houses, die auch sehr bunt wild an den Berg gebaut sind und die Nachts wie eine Wand mit vielen Lampen leuchten. 
Hier wohnen viele Ärmere in Venezuela. Allgemein gibt es davon sehr viele, die Wirtschaft lahmt (viel ist verstaatlicht, auch das Erdöl) und die Kriminalität ist hoch.

Auf dem Weg zu Flughafen zurück haben wir dann letztendlich doch unsere ersten Bolivares zum Schwarzmarktkurs von 8 Bolivares für 1 USD getauscht (vergleich offiziel 4,3 zu 1) und sind damit Souvenirshoppen gegangen.

Unsere letzten Bolivares für Schoki rausgehaun
Beim Check-In von Santa Barbara Airlines wollte uns der nette Herr am Schalter gleich noch mal eine Strafgebühr abknöpfen weil ja unser Flug schon gestern gewesen wäre…

Nachdem sich alles aufgeklärt hat und er uns natürlich promt (im Schneckentempo) nach mehrmaliger Nachfrage bei seinen Vorgesetzten Bordkarten nach Panama ausgedruckt...

Ohja da war doch etwas…also danach dasselbe noch mal für Bordkarten nach Quito, den da wollten wir ja eigentlich hin.

Nach einem entspannten Flug sind wir also doch noch in Ecuador angekommen.
Santa Barbara Airlines
Dort haben wir einem mittelmäßigen Hostel eingecheckt (keine Reservierung gehabt, aber wir lernen ja dazu…) und haben uns an einem bunt beleuchteten Platz in Mariscal, ein Viertel das ein bisschen an Amsterdam erinnert, noch einen leckeren Mocachino gegönnt. 
Mariscal
Yummi Mocachino

Jetzt kann Ecuador kommen =)

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